120 Jahre Winterfest mit Winter-Gespannfahrer-Treffen
und Historischem Treiben
vom 29. bis 31. Januar 2016



Nachtlager der Gespannfahrer auf der Kurparkwiese


Gespannfahrer bleiben dem St. Andreasberger Winterfest treu!


Das 12. Zeltdorf der besonderen Art - kein Weg ist ihnen zu weit – auch die Niederländer waren wieder dabei.

Sie kommen auch ohne besondere Einladung, kein Weg ist ihnen zu weit, und sie kommen weil „Die St. Andreasberger immer für Neuschnee und damit für ein sauberes Umfeld sorgen“. So sind sie eben, die härtesten unter den Gespannfahrern europaweit. Zum 12. Male wird es zum Winterfest 2016 auf der Kurparkwiese ein winterliches Zeltdorf zu bestaunen geben. Rund 40 Anmeldungen liegen der Touristinformation und dem Motorsportclub St. Andreasberg/Oberharz im ADAC bereits vor, und noch mehr werden ganz sicher ohne vorherige Anmeldung kommen. Deshalb sei die Frage sei erlaubt: „Was wäre das St. Andreasberger Winterfest der Neuzeit ohne die Gespannfahrer?“ Sie sorgen für das besondere Leben rund um das Kurhaus und sie bereichern den Winterfest-Umzug mit ihren Maschinen und den Hexen in ihren Gespannen. Aber warum kommen sie, mitten hinein in den Winter, da doch schon die Anfahrt nicht unbedingt ein Vergnügen sein dürfte. Die Argumente klingen unterschiedlich, und dürften auch in diesem Jahr in etwa so lauten: „Weil es Zuhause langweilig und in dieser Kameradschaft einfach schöner ist“, und auch das: „die St. Andreasberger sind einfach tolle Gastgeber!“



Gute Bekannte, der Ehrenvorsitzende des MSC Hans-Joachim Grogorenz
und der Luxemburg Fränk Schaul (v.l.)


Die Nächte auf der Kurparkwiese waren kalt, nicht so kalt wie in früheren Jahren und für die coolen Camper schon überhaupt nicht zu kalt. Nur der Regen, der auf die Zeltbahnen prasselte und der steife Wind, der daran zerrte, störten. Zum 12.Male fand heuer das St. Andreasberger Winter-Gespannfahrer-Treffen statt. Die treuen Wintergäste kamen auch ohne besondere Einladung, kein Weg war ihnen auch diesmal zu weit, und sie kamen eigentlich, weil „Die St. Andreasberger immer für Neuschnee und damit für ein sauberes Umfeld sorgen“. So kann man sich irren! Natürlich war die Enttäuschung angesichts der wenigen Schneereste im Kurpark bei den Ankömmlingen zunächst groß. Und sie wurde auch nicht gemildert durch den Regen, der dann auch noch zur Absage des Winterfest-Umzuges führte, aus dem die Gespannfahrer nun mal in den letzten Jahren nicht wegzudenken waren. Denn hier bildeten sie stets gemeinsam mit den St. Andreasberger Hexen den wilden Schlussteil. Angesichts solcher Wetterkapriolen war es schon gut, dass die GLC-Touristinformation, der Motorsportclub Oberharz St.Andreasberg im ADAC (MSC) und der Kurhauswirt sich wieder als gute Gastgeber präsentierten, denn nur so waren die schlimmsten Witterungsunbilden zu ertragen.


Man war ja genügsam und gab sich mit den Schneeresten zufrieden


Auch wenn der Motorsportclub Oberharz Sankt Andreasberg im ADAC (MSC) diesmal die Organisation dieses Winter-Gespannfahrer-Treffens an die GLC-Touristinformation abgetreten hatte, dem Ehrenvorsitzenden des MSC, Hans-Joachim Grogorenz, blieb es doch vorbehalten, den Pokal für die weiteste Anfahrt zu überreichen, und zwar an Fränk Schaul aus Luxemburg, ein alter Bekannter beim Winter-Gespannfahrertreffen, und der, der die Internationalität herstellte. Klar war auch, dass es beim Abschied am Sonntag immer wieder hieß: „Wir kommen wieder“, weil auch diesmal die ganz große Mehrheit der teilnehmenden Gespannfahrer Stammgäste waren. Und weil die Gastgeber schon immer Schnee zu diesem Event versprochen haben, ließen sie es sozusagen zum Abschied doch noch ein wenig schneien.

Text und Fotos Karl-Heinz Siebeneicher


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